Unsere Ziele orientieren sich an unserer Vision und unserem eigenen Auftrag (Mission).

Vision: Welche Welt wollen wir den folgenden Generationen hinterlassen?

Eine Welt, in der die Bedürfnisse aller zählen. In der wir Geld, Warenform und Zwang überwunden haben. In der die Menschen gelernt haben, sich mit einander und der Umwelt zu verbinden. Dazu sind nicht viele technische Entwicklungen, sondern eher soziale Entwicklungen notwendig.

Eigener Auftrag: wie wollen wir zur Vision beitragen?

Wir analysieren Probleme so grundsätzlich wie uns möglich. Wir untersuchen Wirkungen verschiedener Eigentumsformen. Wir tragen selbst zum Teilen bei, überdenken unsere Projekte und dokumentieren unsere Gedanken. Die gewonnenen Erkenntnisse überprüfen wir in unserem Alltagsleben.

Ziele: Konkret, messbar und terminiert für 2019

  • Einrichtung eines Projekts zum Teilen von Gegenständen in Stuttgart-West
  • Individuelle und gemeinsame Bedürfnis- und Bedarfsermittlung
  • Stigmergieforschung; Stigmergie: Zeichenbasierte Aufgabenvermittlung
  • Konfliktkategorisierungen in den oben genannten Projektfeldern
  • Kooperation mit Reallabor BaWü und dem Institut für Innovationssoziologie (Prof. Dolata)

Eröffnung eines Leihraums in Stuttgart-West
Zur Zeit sind uns Leihräume bzw. auch Leihläden in Berlin, Leipzig, Bochum und Heidelberg bekannt. Obwohl das Prinzip der Leihläden umweltfreundlich und ressourcenschonend ist, verbreitet sich das Konzept erst seit 2010 in Deutschland. In Stuttgart gibt es noch keinen Leihraum. Ein Leihraum oder Leihladen unterscheidet sich von Mietkonzepten. Leihläden werden gemeinsam betrieben, die Leihgegenstände sind der Möglichkeit nach Gemeineigentum. Geplant sind die Sparten Haushaltsgegenstände, Werkzeug, Camping- und Outdoor-Artikel, Renovierungsbedarf, manuelle Kehrmaschinen, solider Kinderbedarf und weiteres.

Im englischen Sprachgebrauch hat sich die Bezeichnung Library of Things verbreitet, die schon im Titel das Prinzip erklärt: Eine Bibliothek der Dinge.

Individuelle und gemeinsame Bedürfnis- und Bedarfsermittlung
Uns interessiert individuelle und gemeinsame Bedürfnis- und Bedarfsermittlung, die nicht auf Tausch bzw. Verkauf abzielt. Und darin: die innerindividuellen und interindividuellen Spannungen beim Abwägen verschiedener Bedürfnisse.

Stigmergieforschung
Unter Stigmergie verstehen wir zeichenbasierte Aufgabenvermittlung. Zeichen können Zettel oder Schrift an Werkstücken sein, die darauf hinweisen, was weiter zu tun ist. In der zivilgesellschaftlichen gemeinsamen Selbstorganisation wird das Prinzip des Planens und Zuweisen von Aufgaben unter Bedingungen von institutionalisiertem Machtgefälle zunehmend abgelehnt. Als Alternative bildet sich ein gemeinsames Entscheiden und individuelle Aufgabenauswahl heraus. Wie sieht diese aus? Welche Parameter sind hinderlich, welche hilfreich?

Konfliktkategorisierungen in den oben genannten Projektfeldern
Gemeinsame Selbstorganisation ist konfliktträchtig, und wird vielleicht aus diesem Grund gescheut. Welche Konflikte tauchen wann tatsächlich auf? Welche Konflikte lösen vorauseilende Sorge aus? Wie lassen sich Konflikte lösen? Wir setzen in Analyse und Lösung zunächst auf Kategorien Kritischer Psychologie (Holzkamp) und Gewaltfreier Kommunikation (Rosenberg).

Kooperation mit dem Institut für Innovationssoziologie (Prof. Dolata)
Zur Überprüfung unserer Reflexionen und zur Vernetzung wollen wir mit Partnern kooperieren. Zunächst möchten wir mit dem Institut für Innovationssoziologie (Prof. Dolata), Universität Stuttgart, zusammen arbeiten.